Infoveranstaltung zum Glasfaserausbau in Adelsheim

Am 26.10.2020 fand in der Eckenberghalle eine Infoveranstaltung zum Glasfaserausbau in Adelsheim statt. Bürgermeister Bernhardt begrüßte die rund 50 Bürgerinnen und Bürger und informierte zunächst über den Sachstand. In den Jahren 2016/17 wurden einzelne Verteilerkästen in Adelsheim an Glasfaser angeschlossen. Es gibt jedoch noch keine Glasfaserleitungen, die direkt in die Häuser führen. Das Potenzial von Glasfaser (Übertragungsgeschwindigkeiten beim Down- und Upload von bis zu 1 Gbit/s und mehr) kann jedoch nicht von den Haushalten genutzt werden, da der "letzte Kilometer" immer noch aus Kupferkabeln besteht und diese aktuell im NOK maximal 100 Mbit/s leisten können. Zudem ist das Kupfer ein echter Stromfresser. Denn es verbraucht im Betrieb bis zu 37mal mehr Energie als die Glasfaser.

Der Neckar-Odenwald-Kreis hat schon seit längerem das Ziel, dies zu ändern und alle Haushalte an Glasfaser anzuschließen (Fiber To The Home FTTH). In diesem Zusammenhang hat der NOK auch Förderzusagen von über 28 Millionen EURO bewilligt bekommen. Jedoch fand sich bei einer europaweiten Ausschreibung kein Unternehmen, das den Ausbau vornehmen wollte. So übergab Bürgermeister Bernhardt dann auch das Mikrofon an Robert Link von der Breitbandversorgung Deutschland GmbH (BBV) mit der Frage, warum das Unternehmen etwas tut, was für viele andere bislang als unrentabel galt.

Bevor Link den konkreten Glasfaserausbau und die Produkte für die privaten Haushalte vorstellte, ging er ausführlich auf diese Frage ein. Hinter dem Projekt stehen finanzstarke Investoren, etwa internationale Pensionsfonds, die ihre Gelder langfristig sicher und möglichst risikoarm anlegen wollen. Was kann es da sinnvolleres geben, als die Investition in eine reale, zukunftssichere Breitbandinfrastruktur, um die Technologien und Internetanwendungen von Morgen zu ermöglichen? Der Glasfaserausbau der BBV wird mit diesen Geldern komplett und ohne einen Cent Förder- und Steuergelder privat finanziert. Dass die BBV ein derartiges Vorhaben erfolgreich meistern kann, hat sie bereits an anderer Stelle unter Beweis gestellt. Etwa beim flächendeckenden Glasfaserausbau in Bretten, im Großraum Sinsheim oder im Enzkreis.

Nach diesen Ausführungen zu der Motivation der Investoren hinter der BBV wandte sich Link dem Projekt im NOK zu. Weil die Glasfasererschließung eines jeden Haushalts im NOK eine große Investition erfordert und BBV ein Mindestmaß an Planungssicherheit benötigt, wird sie mit dem Verlegen der Glasfaserkabel erst beginnen, wenn 20% der Haushalte einen Vorvertrag mit der BBV abgeschlossen haben. Vorvertrag bedeutet, dass man solange bei seinem jeweiligen alten Internet-, Telefon- oder TV-Anbieter bleibt – all das bietet die BBV nämlich an –, bis der eigene Haushalt an die neue Glasfaserleitung angeschlossen ist und der derzeitige Vertrag gekündigt werden kann.

Wenn man solch einen Vertrag bis Ende des ersten Quartals 2021 abgeschlossen hat und zwischen der Grundstücksgrenze und dem Hausanschluss nicht mehr als 10 Meter liegen, fallen außer einer einmaligen Aktivierungsgebühr in Höhe von 100 Euro keine weiteren Kosten an. Wenn die Distanz zwischen Grundstücksgrenze und Hausanschluss die zehn Meter übersteigt, kostet der laufende Mehrmeter 70 EURO. Alternativ können die Mehrmeter auch vom Eigentümer in Eigeninitiative verlegt werden. Jeder Haushalt und Gewerbebetrieb sollte sich daher den kostenlosen Hausanschluss rechtzeitig sichern, empfahl Link. Denn wer sich erst nach dem Ende der Vorvermarktung für einen Hausanschluss entscheidet, zahlt dann 600 EURO.

Link betonte zudem, dass die BBV bei ihrem Glasfasernetz das Open-Access-Prinzip lebt. Sprich: Auch wenn man einen Vertrag mit der BBV abschließt, kann man nach Ende dieses Vertrags jederzeit wieder zu einem anderen Anbieter wechseln, wenn dieser seine Leistungen über dies Netz anbieten möchte und mit der BBV einen entsprechenden Vertrag hat. Der Zugang (Access) zu diesem Glasfasernetz ist damit prinzipiell für andere Anbieter offen (Open).

Bevor Link auf die Fragen aus dem Publikum einging, stellte er noch eine Besonderheit dieses Projektes im NOK vor: die mit dem Landkreis initiierte Kooperationen mit Vereinen. Dabei spendet die BBV für jeden über einen Kooperationsverein initiierten Glasfaservertrag 25 Euro an diesen. Hierfür muss man einfach in den Vertragsunterlagen in dem Hinweisfeld angeben, an welchen Verein die Spende überwiesen werden soll.

Bei weiteren Fragen kann man sich jederzeit direkt an die BBV wenden https://bbv-deutschland.de/wir-sind-toni/kontakt/ oder einen persönlichen Beratungstermin mit einem der Vertriebspartner vereinbaren.

Marco Mazzei
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