Stadt Adelsheim

Hitzewelle: Die Versorgung durch die Bodensee-Wasserversorgung ist sicher

Sinkende Grundwasserspiegel, trocken gelaufene Brunnen, niedrige Flusspegelstände und der Bodenseepegel auf Rekordtief bei gleichzeitig hohem Wasserverbrauch: Die Presseberichte über Wasserknappheit - auch aus den europäischen Nachbarländern - häufen sich. Und auch die Beunruhigung in der Bevölkerung nimmt durch diese Gemengelage gepaart mit Knappheit bei anderen Rohstoffen und europäischer Energiekrise zu. Unsere Antwort lautet dennoch stets: Die Wasserversorgung durch die Bodensee-Wasserversorgung ist sichergestellt.
Der Bodensee liefert quasi Wasser im Überfluss. Der Alpenrhein liefert mit Abstand das meiste Wasser dafür. Insgesamt 11,5 Milliarden Kubikmeter Wasser fließen jährlich in den Bodensee. Das ist hundertmal mehr, als die Bodensee-Wasserversorgung entnimmt. Bis zu 670 Millionen Liter darf die Bodensee-Wasserversorgung aufgrund internationaler Vereinbarungen täglich aus dem See entnehmen und dies bei der schier unfassbaren Wassermenge von 48 Milliarden Kubikmeter Inhalt. Auf den Pegel des Bodensees hat die Entnahme von Trinkwasser keinen messbaren Einfluss. Denn die Sonne trinkt weitaus mehr: Im Mittel ist die Verdunstung doppelt so hoch wie die Entnahme der Bodensee-Wasserversorgung. Klimamodelle prognostizieren zwar eine zeitliche Verschiebung bei den Niederschlägen, d.h. höhere Niederschlagsmengen im Winter und geringere Mengen im Sommer. Die Jahressumme der Niederschläge auf der Alpennordseite und somit im Wassereinzugsgebiet des Bodensees wird aber in etwa gleichbleiben. Die zusätzlich zufließende Menge durch schmelzende Gletscher zeigt nur geringfügige Auswirkungen auf den Gesamtzufluss. Schwankungen im Wasserstand sind ein natürlicher Vorgang im Bodensee und haben keine Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung. Nach den heutigen Erkenntnissen werden wir auch in Zukunft genügend Wasser im Bodensee haben.
Gleichwohl plädieren wir selbstverständlich für einen vernünftigen Umgang mit der endlichen Ressource Trinkwasser. Vorhandene Ressourcen vor Ort zu nutzen und beispielsweise den Garten mit Regenwasser statt mit (energieaufwändig) aufbereitetem Trinkwasser zu gießen, ist mit Sicherheit sinnvoll – aus ökologischer und ökonomischer Sicht.